Der vierte Tag der XtraMile. Es gibt wohl kaum eine größere Hass-Liebe unter Triathleten als die letzte Etappe – besonders wenn die vorherigen Tage schon so extrem waren. Als kleiner Rückblick: Am ersten Tag der XtraMile schwammen unsere Sportlerinnen und Sportler 4 Kilometer im Hallenbad des Sporthotels Glockenspitze. Am zweiten Tag ging es mit dem Fahrrad von Altenkirchen aus über Frankfurt, Mainz, entlang am Rhein bis wieder zurück zum Startpunkt. 300 Kilometer und über 2.500 Höhenmeter. Der dritte Tag brachte mit 255 Rad-Kilometern zwar eine kürzere Strecke mit sich, schlug dafür aber mit fast 3.000 Höhenmetern ebenfalls hart ein.
Unsere tapferen Sportlerinnen und Sportler haben also schon einiges hinter sich. Aber der krönende Schluss der XtraMile ist wie gewohnt: ein Marathon. Und nicht nur irgendeiner. Denn dieses Jahr nehmen wir an dem WoKiMen Classic Marathon teil! Dieser verläuft durch den Parc de Tarbes in Altenkirchen und hat – je nach Distanz – einige Hundert Höhenmeter! Man könnte also sagen, es ist ein Marathon der XtraKlasse…
Leider startet der Morgen mit schlechten Aussichten – wortwörtlich. Schon über Nacht hat es immer wieder geregnet und auch jetzt scheint der Himmel nicht klar werden zu wollen. Doch das hält unser Team natürlich nicht ab. Nach der bisher längsten Nacht für alle macht sich der erste Trupp um 9 Uhr morgens auf zum Ort des Geschehens. Zwischen Matsch und Moos baut unser Logistik-Team Pavillons, Tische und Bänke auf und sorgt für ausreichend Verpflegung vor, während und nach dem Marathon. Da die Strecken in verschieden langen Schleifen aufgebaut ist, werden die Läufer hier immer wieder vorbeikommen. Doch natürlich auch an anderen Abschnitten der Strecke stehen massenweise XtraMile-Helferinnen und Helfer. Schon bald sieht man auf dem Gelände mehr blau-orangene T-Shirts herumflitzen als sonst andere Teilnehmer oder Zuschauer!
Die Luft knistert – und das nicht bloß wegen des Gewitters! Das ist inzwischen glücklicherweise doch weitergezogen. Somit steht den Marathonläufern nichts mehr im Wege. Unsere Sportlerinnen und Sportler stehen bereit. Die Menge verstummt. Die Kameras laufen. Es ist 10 Uhr morgens, der Countdown läuft bereits: 5… 4… 3… 2… 1…
Loooooos!